chris & phölöpp

change

In Uncategorized on Januar 23, 2011 at 8:09 am

den letzten tag im iran sind wir mit den fahrraedern zu einem riesigen salzsee gefahren, 30 kilometer auserhalb von shiraz, dann ganz frueh am morgen haben wir unser hotel in verlassen, um der ungewissheit ueber den transport unserer fahrraeder mit dem flugzeug genuegend zeit entgegensetzen zu koennen. richtig viel genuetzt hat es aber nicht, da das check in erst 2 1/2 stunden vor flugstart oeffnete und uns die beamten in der vorhalle nicht weiterhelfen konnten.
gleich zu beginn mussten wir unser komplettes gepaeck samt fahrraedern durch so ein, dafuer eindeutig zu schmalen durchleuchtungsapparat stopfen, zur freude der umstehenden passanten…
danach wurde es etwas stressig, da wir unsere taschen in kartons verpacken und dann mit einer einfolierungsmaschiene einfolieren mussten, das gleiche galt fuer unsere fahrraeder. sahen echt suess aus danach…
die ganze zeit begleitete uns die ungewissheit, wie schwer denn jetzt unser gepaeck sei, und wie viel wir bei uebergewicht draufzahlen sollten. ein deutschsprechender iraner kam uns dann himmel sei dank zur hilfe, und vermittelte zwischen uns und den flughafenmitarbeitern. schliesslich schafften wir es zwanzig minuten nach offiziellem schalterschluss zur gepaeckabgabe, und konnten unser gepaeck zum ersten mal auf die waage stellen: 84kg.
60 sind erlaubt. shit.
gluecklicherweise hatte chris noch ein paar euros, von denen wir 180 dem schaltermenschen uebereichen durften. wir waren einwenig ueberrascht von unserm uebergewicht. haetten mit weniger gerechnet. 30 kg waren es pro person zu hause. im lauf der reise muss irgendwas passiert sein…
unsere kartons und christians fahrrad, glitten auf dem gepaeckband aus unserem sichtfeld… mein fahrrad stand noch da. leider blieb uns keine zeit mehr, zu fragen warum, wir mussten zum gate, hoffnung machte sich breit und zweifel… wir hoerten schon von einigen verloren gegangenen gepaeckstuecken, von fahrraedern die erst tage spaeter am zielflughafen ankamen.
zwei stunden spaeter erreichten wir sharja, eine grossstadt, eine autostunde von dubai entfernt. unser flug nach dehli ging 17 stunden spaeter, nun hatten wir zeit. es regnete, und nach mehrfachen absprachen mit mehreren busfahren, fanden wir die richtige linie ins stadtzentrum. dummerweise konnten wir unser handgepaeck nirgends am flughafen unterbringen und mussten es mit uns herum tragen. die arabischen emirate sahen genau so aus, wie erwartet. palmenalleen, unausgelastete moderne strassen, unendlich viele luxuskarossen, riesige hinter mauern versteckte villen und maenner in strahlend weisen kleidern, die warscheinlich irgendwo ein kleines erdoelfeldchen besitzen…so komplett anders als der iran.
ueberrascht waren wir von der kompletten multikulturalitaet. es waren einfach alle voelker verteten, europaer, afrikaner, jegliche asiatische gesichter und natuerlich araber. es tat so gut diese bunte vielfalt, nach ueber zwei monaten tuerkischer und iranischer schwarzer eintracht. 15 minten stand ich einfach nur auf der strasse und habe geschaut, waehhrend christian im h und m unterwegs war. ^^
in einem libanesischem restaurant, bekamen wir von zwei super netten bangladeschern superleckeres essen, honigmilchtee und arabische sussigkeiten.
regen, taschentragen und einsetzende dunkelheit verleiteten uns zur rueckkehr, wir waeren gern noch geblieben. auf jedenfall spaeter nochmal.
die nacht am flughafen war recht unbequem, da alle stuehle mit armlehnen ausgestattet waren und so ein liegen auf den bankreihen unmoeglich machten. es ging irgendwie, die zeit auch, irgendwann konnten wir zum chek in.
im flughafen von dehli fanden wir dann unser gepaeck. es war alles da, wir waren sehr sehr erleichert. nur meine sandalen sind im handgepaeck liegen geblieben. vier stunden lief ich von flughafen schalter zu flughafenschalter, gepaeckbuero zu kundenservice… jeder verwies mich an eine andere stelle, menschen mit denen ich noch vor kurzem gesprochen hatte verschwanden, wurden durch fremde ersetzt, denen ich mein problem von neuhem darlegen musste. am ende taetigte einer einen anruf, sprach kurz mit jemanden und konnte mir dann mitteilen, das meine sandalen in den muell gewandert sind.
wir hatten eine adresse, von unserem couchsurfer host, die wir nur noch finden mussten in dieser indischen hauptsadt. haben wir gemacht, und sind gleich danach zu einer kunstaustellungs eroeffnung gefahren. impressiver abend, sehr schick, sehr arti und interessant. rauminstalationen, videoinstalationen, musik und die highsociety von new dehli war da, da irgedwie der bruder von der ehemaligen frau des premieministers (oder so was) beteiligt war. nach den wuestennaechten und den kargen, reichtumsfremden eindreucken des irans, war das eine art kulturschock. es waren aber sehr viele nette leute da, mit denen mann sich uber filme, reisen und natuerlich kunst unterhalten konnte.
alkohol gabs auch, der christian nicht ganz so gut bekam, die rasante rueckfahrt auf dem motorrad kurrierite aber den angeschlagenen magen.
neben uns schlaeft noch ein anderer couchsurfer aus new york, der wunderbar gitarre und didgeridoo spielen kann. mehr haben wir dann heute auch noch nicht gemacht.
bald werden wir noch bilder hochladen.

Danke fuer die Glueckwuensche.

  1. a comment . . einen kommentar!🙂

  2. Wow. Ich drück euch die Daumen, dass es keine weiteren Schrammen mehr gibt. Toitoitoi aus dem fernen Frankfurt. Und vielem Dank für eure Berichte. Ich bin ( natürlich gaaanz neidisch) bei euch beiden.

    Cat.

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