chris & phölöpp

Beograd Ade

In Uncategorized on Oktober 14, 2010 at 8:15 am

In wenigen Minuten werden wir diese tolle Stadt leider verlassen muessen. Wir haben sehr viel gesehen und gehoert von Beograd, Serbien und deren Bewohner. Milos und Fladimir waren wirklich gute Erzahler und so verbrachten wir Stunden damit kulturelles und politisches unserer Herkunftslaender auszutauschen. Beograd selbst ist zur Zeit ein sehr unruhiges Pflaster. Am 10. Oktober fand hier eine Parade von Homosexuellen statt, deren Teilnehmer nur durch ein Polizeiaufgebot von ueber 6000 Blaujacken vor den „Gegendemonstranten“ beschuetzt werden konnten. Autos brannten, zahlreiche Fensterscheiben wurden eingeschlagen, Polizisten, Demonstranten und Gegendemonstranten verletzt. Die Nachrichten die wir einen Tag danach im Fernsehen sahen, zeigten viele blutige Bilder. Zwei Tage spaeter war Hillary Clinton in der Stadt, zusammen mit wiederum abertausenden Polizisten. Gestern  wurde in Italien der Bus der serbischen Fussballnationalmanschaft von serbischen Huligans ueberfallen, die den Torwart raechen wollten, weil er den Verein gewechselt hat. Es gibt zwei grosse miteinander verfeindete Vereine in Serbien, und er machte den Fehler von der einen Seite zu der anderen zu wechseln.

Solche Geschehnisse, unterbezahlte Jobs, mangelnde Tolleranz gegenueber Menschen und Meinungen veranlassen einen Grossteil der serbischen Jugend dazu das land zu verlassen, oder zumindest davon zu traeumen. Fladimir wir naechstes Jahr sein Architekturstudium beenden und sofort danach in die USA uebersiedeln um dort zu leben. Milos brach sein begonnenes Jurastudium ab, um in Tourismus weiter zulernen, da es sich besser dafuer eignet im Ausland ein Job zu finden. Wenn er dieses Studium in ein paar Jahren beendet hat wuerde er am liebsten nach Spanien. Es scheint wenige Studierende hier zu geben, deren Plaene anders aussehen. Auch die beiden Freunde von Milos, die wir gestern in einem Pub kennenlernten verlassen bald das Land.

Auserhalb von Beograd gibt es in Serbien nur vier weitere Universitaeten, zwei in der Nachbarstadt Novi Sad und noch zwei andere, deren Ruf aber alles andere als gut ist. Dort studieren die Studenten mit schlechten Noten, oder solche, die sich Beograd nicht leisten koennen. Entsprechend viele Studenten sieht man in Belograd auf der Strasse. Was man auch sehen und hoeren kann sind Strassenhunde, die uns immerwieder zu sportlichen Hoechstleistungen motivieren. Regelrechte gangs von ihnen haben sich formiert, fuer die ein auslaendischer Fahrradfahrer eine willkommene Abwechslung in ihrem Leben zwischen all den Autos zu sein scheint. Andere Radfahrer gibt es hier nicht.

Beograd ist eine bunte Stadt voller Leben, mit vielen Orten, die zum verweilen und betrachten einladen. Wir werden sie vermissen.

Fuer die naechste Nacht duerfen wir bei dem Cousin von Fladimir unterkommen, in einer Stadt 50 km von Beograd entfernt.

grossen Dank an Milos und Fladimir!

Bis bald.

  1. Beograd, das heißt Beograd, wenn mans schon auf der Landessprache schreiben möchte. Belograd ist dagegen eine Burg(ruine) in Bulgarien.

  2. Hey Jungs! Hab grad an euch gedacht und bin somit endlich auf den blog gestossen! Werd jetzt immer mal reinschaun! Passt auf euch auf und nehmt alles mit was kommt! Ich lieb euch für diese Reise! Saludos de Madrid!

    • hey franki,

      schoen von dir zu hoeren. vielen dank fuer die gruesse. ich hoffe dir geht es bestens und du konntest auch schoen herum reisen. hast du deinen strassenmusik ausflug shcon gemacht? machst du ihn noch? heist deine verabschiedung das du in madrid bist? wenn ja dann geniesse die sonne. hier regents wie gerade bekloppt.

      liebste gruesse, auf bald

      philipp

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