chris & phölöpp

Im Stadtbauch

In Uncategorized on Oktober 2, 2010 at 7:49 pm

Seit zwei Tagen sind wir in Budapest und morgen vormittag werden wir es wieder verlassen. Vielmehr faellt mir schwer zu schreiben, langsam werden es zu viele Eindruecke. Wir haben aus einem Reisefuehrer einiges interessantes Erfahren, so z.B. das in Budapest jeder fuenfte Buerger einen Hund besitzt und sie somit wohl die hundereichste Stadt Europas ist, das man um Ungaren zu schmeicheln ihnen sagen soll, dass ihre Banknoten huebsch sind und wo die haesslichsten Treppenstufen der Stadt zu besichtigen sind. Ein bisschen nach dem Reisefuehrer, groesstenteils aber auf gut Glueck haben wir die Stadt erkundet, sind auf Festungen und Citadellen pedalt, in Galerien und der Kunstuni herumgeturnt und haben das Budapester Nachtleben in Untergrund Drum’n’Bass floors erfahren.

Wir haben einen Franzosen getroffen, der mit dem Fahrrad von Frankreich nach Griechenland fuhr, dort ein ungarisches Maedchen kennenlernte, darauf mit ihr nach Budapest reiste und jetzt seit einem halben Jahr hier wohnt und arbeitet. Er sagte uns, was man an jeder Strassenecke sehen kann, dass Budapest eine harte Stadt ist, in der man kaempfen muss um dort zu leben. In Telefonzellen, unter Belueftungsschaechten, in Hauseingaengen, ueberall sieht man in Decken gehuellte Menschen die versuchen so warm wie moeglich die immer kaelter werdenden Naechte zu verbringen. Budapest ist teuer, die Preise gleichen den unserigen, wenn sie nicht sogar hoeher sind, obwohl die Gehaelter  wohl niedriger ausfallen. Harzt 4 oder andere Sozialhilfen gibt es hier nicht. Aber genau deshalb moege er Budapest, weil man im Gegensatz zu Frankreich nichts geschenkt bekomme und selbst etwas tun muss.

Der Stadtaufbau gleicht des Prags, mit  vielen Bruecken, die die durch den Fluss getrennten Stadtteile miteinander verbinden. Touristen gibt es nicht ganz so viele, aber auch die Berge im Ruecken der Stadt auf die man sich begben kann um von oben auf das pulsierende Strassen-hauesergeflecht zu blicken und Kirchtuerme zu zaehlen. Besonders bei Nacht empfehlenswert, wobei man darauf achten sollte das ab ein Uhr alle Denkmaeler, Kirchen und sonstige beleuchtenswerte Gebaeude ihren Glanz verlieren und im Dunkeln stehen. Sonst ergeht es einem wie Christian, der auf den Ausloeseknopf seiner Kamera druecken will, sich in dem selben Moment aber der Sucher schwarz faerbt und das eben noch da gewesene verschwunden ist.

Ein paar Bilder haben wir aber gemacht, die ihr euch anschauen koennt.

Auf Bald.

  1. Hey, wie läuft die Radelei so? Wisst ihr, wie viele Kilometer ihr insgesamt schon zurückgelegt habt? Geht ihr euch schon gegenseitig auf den Sack?😀

  2. daumen hoch…. habt ja schon gut was geschafft…
    habt ihr auch mal ein paar zahlen? wie viele km habt ihr denn weg ?

    lasst es krachen😀

  3. oi, Schade dass Budapest keine schönere Erinnerungen gelassen und keine bessere Gedanken inspiriert hat…:) – dieser Beschreibung nach würde ich nicht sofort nach Budapest wollen😦.
    Wir (Budapest, Ungarn, ich) haben uns doch bemüht…:) Und doch kein einziges gutes Wort :(:(
    Na ja, so ist es. Die Schönheit von Budapest bleibt manchmal verhüllt unter zufalligen Begebenheiten.

    alles Gute trotzdem! ich werde euch „folgen“ – desto mehr da ich grade ein junges Fahrrader-Paar bei mir hatte, die durch Istambel weiter auf den Silks Roads fahren werden, es wird also interessant sein, die Erfahrungen zu vergleichen.

    tschüss
    Judit, Budapest

    • kein einziges gutes wort ist nicht wahr. ich habe nur beschrieben, was wir unternommen haben und was ich gesehen habe, ohne wertung. es war toll nachts von oben auf budapest zu schauen, den klaengen des konzertes zu lauschen und in galerien herum zu wandeln. das alles hat uns sehr gut gefallen, und waere nicht moeglich ohne deine hilfe gewesen. wir haben den aufenthalt in budapest genossen, die stadt und auch ein paar seiner bewohner lieb gewonnen. tut mir leid wenn der artikel einen falschen eindruck von unserem eindruck vermittelt hat.

      wir hoffen bald wieder etwas von dir zu hoeren, liebe gruesse
      Philipp und Christian

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